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Heilige, Gründer und Gründerinnen
Heilige, Gründer und Gründerinnen

Heilige, Gründer und Gründerinnen

Hier stellen wir Ihnen Heilige und Selige aus unseren Gemeinschaften vor und ihre Gründerinnen und Gründer.

Hl. Benedikt (480-547)

Gründer der Benediktiner, Zisterzienser und Trappisten.
Geboren 480 in Nursia (heutiges Norditalien). Beginn eines Studiums in Rom - Sittenverfall und Zügellosigkeit des Lebensvollzuges ließen ihn nach kurzer Zeit den Rückzug in ein mönchisches Leben antreten. Über Effide und Subiaco fand er in Montecassino seine Wirkstätte, in der er Mönchen, die sich um ihn gesammelt hatten, ein monastisches Leben vorlebte und lehrte. Auf dem Montecassino schrieb er seine Regel, die nun schon mehr als 1400 Jahre Benediktinern, Zisterziensern und Trappisten Lebensanweisung gibt und für zahlreiche Nonnen und Mönche zur Richtschnur geworden ist.

Hl. Maria Euphrasia Pelletier (1796-1868)

Sr. Euphrasia Pelletier (Video) ist die Gründerin der Schwestern vom Guten Hirten

 

 

 

 

 

 

 

Hl. Franziskus von Assisi (1182-1226)

Gründer der franziskanischen Gemeinschaften: Franziskaner, Kapuziner, Armen-Schwestern vom Heiligen Franziskus und Thuiner Franziskanerinnen, Ordo Franciscanus Saecularis. Er war tief ergriffen von der Demut Gottes, der sich herablässt, als kleines Kind in einer Krippe liegt, nackt am Kreuz stirbt und sich uns jeden Tag in der hl. Messe zur Speise gibt. Er lädt die Menschen und die ganze Schöpfung, Sonne und Erde, Feuer, Wasser und Wind, Blumen, Kräuter... ein, Gott mit ihm zu lobpreisen. Er nennt sich Minderbruder und will Frieden stiften zwischen den Menschen und zwischen Mensch und Gott. Er trägt den Brüdern auf: "Leben und Regel der Minderbrüder ist dies: das heilige Evangelium unseres Herrn zu beobachten."

 

Hl. Hildegard von Bingen (1098-1179)

Die bedeutende Benediktinerin, 2012 zur Kirchenlehrerin ernannt, gilt als eine der bedeutendsten Frauen des deutschen Mittelalters und ist heute weit über die Grenzen ihrer Heimat hinaus bekannt. Sie zog ihre Zeitgenossen in ihren Bann wie auch Menschen, die heute Orientierung, Ganzheit und Heil suchen. Ihre Schriften schöpfen aus der hl. Schrift, der Liturgie und der Regel des hl. Benedikt, aus denen Hildegard als Ordensfrau lebte. Sie wollte Menschen aufrütteln und der Gott-Vergessenheit entgegentreten; dabei predigte sie keine weltlose Innerlichkeit. Ihr ging es um die religiöse Deutung des gesamten Universums, um ein konsequent gelebtes christliches Leben. Die Gebeine der Patronin der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard sind in Rüdesheim am Rhein.

 

Hl. Ignatius von Loyola (1491-1556)

Gründer der Jesuiten, 1622 heiliggesprochen. Einem alten Rittergeschlecht entstammend, wandte Ignatius sich als 30-jähriger von seinem bisherigen Lebensstil ab, pilgerte nach Manresa und verbrachte dort ein Jahr als Einsiedler. Seine großen inneren Erlebnisse aus dieser Zeit schrieb er im "Exerzitienbuch" nieder. Nach einer Wallfahrt ins Heilige Land und Studienjahren in Paris zog er mit Freunden, die er während des Studiums um sich gesammelt hatte, nach Rom, wo sie sich dem Papst zur Verfügung stellten. 1539 legen sie das Fundament für die "Gesellschaft Jesu", die bald päpstlich bestätigt wurde. Zum ersten Generaloberen gewählt, blieb Ignatius in Rom, wo er am 31. Juli 1556 starb; der Orden zählte damals bereits mehr als 1000 Mitglieder weltweit. 

Hl. Johannes (Jean) Eudes (1601-1680)

Johannes (Jean) Eudes (Video) gilt als Mitbegründer der Schwestern vom Guten Hirten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hl. Vinzenz Pallotti (1795-1850)

Geboren am 21.4.1795 in Rom, wurde Vinzenz Pallotti durch den tiefen Glauben seiner Eltern getragen und gefördert. Am 16. Mai 1818 zum Priester geweiht, setzte er sich dafür ein, den christlichen Glauben lebendig zu halten. Sein pastoraler Einsatz in allen Bereichen ließ ihn die Zusammenarbeit von Klerus, Ordensleuten und Laienchristen suchen. Daher gründete er 1835 die Vereinigung des Katholischen Apostolates (kurz UAC oder Unio), innerhalb der die Gemeinschaften der Pallottinerinnen und der Pallottiner entstanden. Vinzenz Pallotti starb am 22. Januar 1850 in Rom, wurde 1950 von Papst Pius XII. selig- und 1963 von Papst Johannes XXIII., während des Zweiten Vatikanischen Konzils, heiliggesprochen.

 

Sel. Damian de Veuster (1840-1889)

Das bekannteste Mitglied der Arnsteiner Patres ist Damian de Veuster, der nach Hawaii ging und 16 Jahre lang den Aussätzigen auf der Insel Molokai diente, bis er selber am Aussatz starb.

Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte die Gemeinschaft ein starkes Wachstum. Von Frankreich aus wurden Niederlassungen in Belgien, Holland, Spanien und Südamerika gegründet.

Am 11. Oktober 2009 wurde der Apostel der Aussätzigen von Papst Benedikt XIV. heilig gesprochen werden.
 

Sel. Giovanni Scalabrini (1839-1905)

Er wurde 1876 zum Bischof geweiht und mit der Diözese von Piacenza / Italien betraut. Bei seinen Besuchen in den Pfarreien wurde ihm die tragische Situation seiner Landsleute bewusst: "Stehlen oder auswandern" lautete die Alternative für viele. Daher suchte er nach Möglichkeiten, den Emigranten beizustehen, sie zu begleiten. Am 28. November 1887 gründete er die Kongregation der Missionare vom hl. Karl (Scalabrinianer) und nahm noch im selben Jahr die Gelübde der ersten beiden Missionare entgegen. Heute zählt die Gemeinschaft ca. 600 Priester, 20 Ordensbrüder und 120 Studenten. Der "Vater der Migranten" starb am 1. Juni 1905 und wurde am 9. November 1997 von Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. 

 

Sel. Josef Jankowski (1910-1941)

1936 wurde der Pallottiner zum Priester geweiht. Von ihm ist das Wort überliefert: "Ich halte die Augenblicke für die glücklichsten in meinem Leben, die ich in herzlichem Gebet verbrachte, in unmittelbarem Umgang mit Gott." Weil er diesen Umgang mit Gott den Menschen vermitteln wollte, war er Seelsorger. Nach dem Kriegsbeginn 1939 zog er den Argwohn der deutschen Besatzung als Verwalter der Pallottiner-Hochschule auf sich. Am 16. Mai 1941 verhaftet, lenkte er beim stundenlangen Verhör bewusst die Aufmerksamkeit auf sich, um andere zu retten. Nach zwei Wochen im Gefängnis wurde er nach Auschwitz gebracht, wo er am 16. Oktober 1941 im Alter von 31 Jahren starb. P. Jankowski wurde am 13. Juni 1999 selig gesprochen. Sein Gedenktag ist der 12. Juni. 

 

 

Sel. P. Josef Stanek (1916-1944)

Der Pallottiner wurde 1941 zum Priester geweiht und studierte anschließend Soziologie. Zur Zeit des Warschauer Aufstands war er Krankenhaus-Seelsorger und wurde dann zum Militärgeistlichen ernannt. Er spendete die Sakramente, bereitete Menschen auf den Tod vor, rettete Verwundete und Verschüttete, betete für Verstorbene. Weil er das Los der Soldaten und Zivilbevölkerung teilen wollte, die am linken Weichsel-Ufer zurückbleiben mussten, lehnte  es ab, sich über den Fluss vor den Nazis zu retten. So geriet er in die Hände der SS. Als er am 23. September 1944 unter dem Galgen stand, segnete er die Menschen. P. Stanek wurde am 13. Juni 1999 selig gesprochen; sein Gedenktag ist der 12. Juni. 

 

 

 

Sel. Katharina Kasper (1820-1898)

Die Gründerin der Armen Dienstmägde Jesu Christi (Dernbacher Schwestern) hatte eine innere Aufmerksamkeit auf Gott, die sie befähigte, sich mit ganzem Herzen den Menschen zuzuwenden. Mit der inneren Kraft ihres Glaubens, ihrer Liebe zum Menschen und ihrer tiefen Gottesbeziehung war sie auf dem Weg zu denen, die am Rande lebten, die Hilfe brauchten, um die sich niemand kümmerte, die keine Lobby hatten, die unbeachtet in der Gesellschaft lebten. Sie war eine Frau mit Herz und Tat. Nahe bei Kindern und Jugendlichen, Alten und Kranken, Sterbenden und Verzweifelten. Sie war mit beiden Füßen fest auf der Erde, mit beiden Füßen mitten im Leben, mit beiden Füßen in der Nachfolge Jesu. Ihr Gedenktag ist der 1. Februar.

 

Sel. Maria Merkert (1817-1872)

Geboren in Neiße, gründete sie dort 1842 zusammen mit anderen Frauen eine private religiöse Gemeinschaft zur ambulanten Krankenpflege. 1846 schlossen sie sich den Borromäerinnen an; doch verließen sie zu zweit 1850 den Orden wieder, da dieser vor allem in Krankenhäusern arbeitete.Da sie erneut mit der ambulanten Krankenpflege begannen, entstand der St. Elisabeth-Verein, der 1859 vom Breslauer Bischof kirchlich anerkannt wurde. Maria Merkert wurde erste Generaloberin der "Grauen Schwestern von der heiligen Elisabeth". Bei ihrem Tod gehörten den Elisabethinnen über 440 Schwestern in 87 Niederlassungen an, heute sind es 10.000 weltweit. 2007 wurde die "Mutter der Armen" seliggesprochen. Ihr Gedenktag ist der 14. November.

 

 

Richard Henkes (1900-1945)

Geboren am 26.5.1900 in Ruppach (Westerwald), Bistum Limburg, starb er am 22.2.1945 im KZ Dachau. Der Pallottiner-Pater wirkte als Lehrer und Exerzitienmeister; 1933 wurde die Gestapo rasch auf ihn aufmerksam. Nach der Auflösung kirchlicher Studienheime kam er als Pfarrer ins Hultschiner Ländchen / Tschechoslowakei, wo er 1943 gefangen genommen und ins KZ Dachau gebracht wurde. Trotz Verbot konnte er hier seelsorglich wirken. Im Winter 1944 brach im Lager Typhus aus. P. Henkes meldete sich freiwillig zur Pflege in den Tschechenblock. Nach wenigen Tagen steckte er sich mit Flecktyphus an; er starb als "Opfer der Nächstenliebe" und "Versöhner zwischen Tschechen und Deutschen". 2003 wurde in Limburg der Seligsprechungsprozess eröffnet. 

Mary Ward (1585-1645)

Die Congregatio Jesu geht auf eine Gründung durch die Engländerin zurück, die in Zeiten der Katholikenverfolgung die apostolische Aufgabe der Frauen erkannte. Um Menschen für den wahren Glauben zu gewinnen, gründete sie 1611 eine neue Form von Ordensleben: sie lebte und arbeitete mit ihren Gefährtinnen nach dem Vorbild der Jesuiten, ohne Klausur und Chorgebet. Da dies im Widerspruch zur damaligen kirchlichen Auffassung von Frauenorden stand, erhielt sie dafür keine Genehmigung; erst 1703 wurden die "Englischen Fräulein" als Orden anerkannt. Zunächst in der Bildung von Mädchen und Frauen aktiv, arbeiten sie heute auf allen Gebieten der Pastoral. 2009 wurde Mary Ward der Titel ehrwürdige Dienerin Gottes zuerkannt.

Rektor Bernhard Bendel (1908-1980)

Gründer der Gemeinschaften im Opus Spiritus Sancti (Werk des Heiligen Geistes).
Der Bischof von Limburg, Dr. Wilhelm Kempf, hatte ihn Ende des Jahres 1949 gebeten, eine Schwesterngemeinschaft zu gründen. So wurde die Gemeinschaft der Heilig-Geist-Schwestern am Pfingstfest 1950 gegründet. Sie hat ihre Zentrale in Mammolshain bei Königstein im Taunus. Damals war Bernhard Bendel Pfarrer in Mammolshain; er baute die Gemeinschaft der Schwestern auf.
Als im Laufe der Jahre die Gemeinschaft und das ganze Werk des Heiligen Geistes - Opus Spiritus Sancti - wuchs, wurde er von der Pfarrseelsorge freigestellt.

 

Marie-Joseph Coudrin (1768-1837)

Kurz vor der Französischen Revolution begann der französische Bauernsohn Pierre Coudrin sein Studium der Theologie. Nachdem er zum Priester geweiht war, hielt er sich während der Zeit des "Grande Terreur", der Zehntausende zum Opfer fielen, zunächst monatelang versteckt. In diesem Versteck überkam ihn die Vision einer neuen christlich-missionarischen Gemeinschaft von Männern und Frauen, die er später mit Henriette Aymer verwirklichte: die Arnsteiner Patres.

 

 

 

Mutter Julia Verhaeghe (1910-1997)

Julia Verhaeghe gründete im Jahr 1938 die geistliche Familie "Das Werk" (Familia Spiritualis "Opus" = FSO), eine päpstlich anerkannte Familie gottgeweihten Lebens.

 

 

 

 

 

Matthew Kadalikattil (1872-1935)

Geboren am 25. April 1872, stammte er aus einer katholischen Familie in Kerala. Er wurde am 11. Februar 1901 zum Priester geweiht. Im Gebet kam ihm der Gedanke, einen Orden zu gründen, und so gründete er am 1. Januar 1911 die Kongregation der Herz Jesu Schwestern. Ihr gehören heute fast 4000 Schwestern an, die in etwa 376 Häusern in den verschiedenen Diözesen Keralas und darüberhinaus leben und arbeiten. Seit 1970 sind Schwestern in Deutschland tätig. Sie arbeiten in der Kranken- und Altenpflege, als Hebammen und in der Seelsorge unter dem Leitwort: Erlösung durch Liebe. Das besondere Charisma ihres Gründers war es, mit großem Eifer das Heiligste Herz Jesu zu preisen und den Menschen die mitfühlende Liebe dieses Herzens mitzuteilen.