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Jesus geht mit

Gebet für Corona-Verstorbene in Orden und geistlichen Gemeinschaften
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Ordenschristen aus dem Bistum Limburg haben ihren verstorbenen Mitschwestern und Mitbürgern gedacht. © F. Schuld/Bistum Limburg

Kerzen, Rosen und Gebete: Ordenschristen aus dem gesamten Bistum haben am Donnerstagabend, 29. April, im Limburger Dom ihren an Corona verstorbenen Mitschwestern und Mitbrüdern gedacht. Insgesamt 40 Ordensschwestern, Patres und Brüder sind bislang an einer Corona-Infektion gestorben. Für jede und jeden wurde eine Kerze entzündet und es wurden Rosen als Symbol der Liebe, des Lebens und der Wiedergeburt niedergelegt. Die Ordenschristen beteten auch für die mehr als 82.000 Verstorbenen in Deutschland und an die mehr als 3,1 Millionen Verstorbenen weltweit. 

Man kann Jesus nicht besitzen

In seiner Predigt erinnerte Weihbischof Dr. Thomas Löhr, der auch Bischofsvikar für die Orden und Geistlichen Gemeinschaften im Bistum Limburg ist, mit Blick auf die Berichte der vier Evangelisten, daran, dass der Mensch Jesus, den Sohn Gottes, nicht festhalten kann. Das Evangelium sei voll mit dieser Erfahrung. „Denken wir an den Zwölfjährigen im Tempel. Oder die Rede von den wahren Verwandten Jeus. Denken wir an den einsamen Ort, zu dem Jesus in aller Frühe, als es noch dunkel ist, geht, um zu beten. Oder an Petrus, der bei der Verklärung auf dem Berg mit dem Versuch scheitert, Jesus, Mose und Elija mit drei Hütten festzuhalten“, so Löhr. Was für den lebenden Jesus gelte, gelte auch für den sterbenden Jesus am Kreuz. Seine letzten Worte richtet es nicht an Menschen, sondern an den Vater im Himmel. Auch der auferstandene Jesus entziehe sich Maria von Magdala. Er entziehe sich ihrem Sehen und ihrem Verstehen und sie konnte ihn nicht halten. „Das Einzige, was sie vermag, ist das, was er selbst ihr aufgetragen hat: Sie eilt zu den Brüdern, um zu erzählen“, sagte Löhr. Dadurch sei Sie zur Apostolin der Apostel geworden. Jesus schenke sich in seinen Erscheinungen als Auferstandener. Sich schenken, das se er. Aber nicht sich besitzen lassen. Deshalb könne er den Menschen so nahe sein. „Dann, wenn wir uns beschenken lassen und ihn nicht festhalten wollen. Wer ihn festhalten oder besitzen will, hat ihn in Wirklichkeit schon lange verloren“, so der Weihbischof. 

Nicht festhalten, sondern vertrauen

Die Sehnsucht Jesus zu berühren, sei schon immer groß im Menschen gewesen. Überhaupt seien Berührungen wichtig. Wie oft sage man zu einem geliebten Menschen: Wenn ich einmal sterbe, musst du mir die Hand halten. „In diesen grausamen Corona-Zeiten aber ist nicht einmal ein Besuch möglich gewesen. Keine Nähe, kein tröstendes Wort, keine wärmende Hand. Wir verstehen es nicht. Wenn nun aber das Sehen endet, weil Tränen die Augen füllen, wenn Verstehen endet vor dem Geheimnis des Todes, und das Sprechen verstummt im Schmerz um einen geliebten Menschen. Sag, Herr: Wirst du dann den Arm des Leidenden berühren, wirst du die Hand der Sterbenden halten? Hilf uns, zu glauben“, so Löhr. Man dürfe Jesus nicht festhalten, aber man könne ihm vertrauen, dass er den Menschen in der letzten Stunde halte. Und man dürfe darauf vertrauen, dass er die Verstorbenen der Pandemie an die Hand genommen und in das Leben geführt habe, das niemals ende. Er sei bei ihnen gewesen und habe sie fest gehalten und sei mit ihnen zum Vater im Himmel hinaufgegangen. 

© F. Schuld/Bistum Limburg
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© F. Schuld/Bistum LimburgOrdenschristen aus dem Bistum Limburg haben ihren verstorbenen Mitschwestern und Mitbürgern gedacht.

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