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Indische Karmelitinnen beginnen in Bad Homburg
Indische Karmelitinnen beginnen in Bad Homburg
Prälat Helmut Wanka beim Gründungsgottesdienst in St. Marien. Fotos: Pfarrei St. Marien

Indische Karmelitinnen beginnen in Bad Homburg

BAD HOMBURG – In Bad Homburg ist eine neue Ordensniederlassung gegründet worden: Mit einem Festgottesdienst in der St. Marien-Kirche hat am Samstag, 4. November, ein indischer Frauenorden offiziell seinen Dienst aufgenommen. Drei Schwestern des Ordens „Indian Sisters of Congregation of Mother of Carmel” ziehen in das renovierte Küsterhaus neben der Kirche ein, Ende des Jahres folgen zwei weitere. Sr. Chrislin Maria und Sr. Jophy arbeiten bereits seit April in den Hochtaunuskliniken, Sr. Stella ist im Alten- und Pflegeheim „Haus Luise“ beschäftigt. Prälat Helmut Wanka hat im Auftrag von Bischof Georg Bätzing den Gottesdienst gefeiert und im Anschluss das neue Haus gesegnet.

Die Schwesterngemeinschaft wurde 1866 in Indien/Kerala gegründet. Die Schwestern arbeiten vor allem in vier Bereichen - der Bildung, der Pflege, in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung und an Berufsschulen. Die Gemeinschaft zählt heute rund 6.500 Schwestern in 20 indischen Provinzen und ist außer in Indien in Afrika, den USA, in Italien und auch in Deutschland tätig. Hier sind die indischen Karmelitinnen seit Anfang der 60er Jahre aktiv. Zurzeit sind es 110 Schwestern in 16 Niederlassungen in verschiedenen Bistümern. Die jetzige Gründung in Bad Homburg ist die erste im Bistum Limburg.

Mit dem Verwaltungsrat und dem Pfarrgemeinderat St. Marien freut sich Pfarrer Werner Meuer: „Die soziale Arbeit und insbesondere der Dienst an den Kranken ist bis heute eng mit dem Leben der Kirche verbunden. Als Pfarrei freuen wir uns daher, die Ordensschwestern in der Kurstadt aufnehmen zu können. Sie werden das christliche Leben in Bad Homburg bereichern und ein starkes Zeichen christlicher Nächstenliebe sein.“ 

In den vergangenen Monaten stellte der Hochtaunuskreis den Schwestern in Neu-Anspach eine Wohnung zur Verfügung. „Wir unterstützen das Engagement der Schwestern und haben diese gerne in den Dienst der Hochtaunuskliniken übernommen. Sie bereichern den ohnehin schon sehr international geprägten Dienst der Pflegekräfte in unserem Haus“, sagte Landrat Krebs vom Hochtaunuskreis. (pm/rei)