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Fünf indische Priester für deutsche Pfarreien vorbereitet
Fünf indische Priester für deutsche Pfarreien vorbereitet
Fünf indische Priester und ein eritreischer Flüchtling bereiten sich momentan im Limburger Missionshaus der Pallottiner auf die Arbeit in deutschen Pfarreien vor. (Fotos: Priester der Weltkirche)

Fünf indische Priester für deutsche Pfarreien vorbereitet

LIMBURG - Fünf indische Priester und ein eritreischer Flüchtling bereiten sich momentan im Limburger Missionshaus der Pallottiner auf die Arbeit in deutschen Pfarreien vor. Ab Mitte September werden die Priester dann als Praktikanten in ihre Pfarreien - nach Rennerod, Herschbach, Lahnstein, Braunfels und Hamburg - geschickt. Damit sind insgesamt 66 Priester der Weltkirche im Bistum Limburg tätig. Der Seminarist aus Eritrea ist Ende August vom Bischof von Keren, Kidane Yebio, zum Diakon geweiht worden und wird praktische Theologie in St. Georgen studieren, bevor er die Priesterweihe empfängt.

Die Teilnehmer sind der zweite Jahrgang junger Priester, die im Missionshaus der Pallottiner für deutsche Pfarreien ausgebildet werden. Als die Pallottiner vor 125 Jahren nach Limburg kamen, war das Ziel, Brüder und Patres für den Dienst in Kamerun, einer ehemaligen deutschen Kolonie, auszubilden. Mittlerweile hat sich die Aufgabe verändert.

Zum Programm gehört ein mehrmonatiger, intensiver Sprachkurs, bei dem sich die Teilnehmer vor allem auf die deutsche Aussprache konzentrieren. Jeder der Kursteilnehmer hat einen deutschen Pallottiner als Konversationspartner, täglich üben sie Lieder aus dem Gotteslob. Außerdem führt der Kurs in die deutsche Kultur ein, es gibt Seminartage zu Themen wie Beerdigung, Trauung und Taufe sowie ein Predigttraining.

Die indischen Priester haben bereits in Indien ein halbes Jahr die Sprache gelernt. Drei von ihnen haben bereits in Italien, Afrika und auf den Solomon-Inseln gearbeitet. (jh)